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Hôtel de JoBo, Paris

Dieser Fall ist in unserem E-Book 10 Fantastische Teppich-Referenzen, die wir lieben

Innenarchitektin: Bambi Sloan
Die Qualität: Highline 80/20 1400 (Wolle/Nylon)
Die Kollektion: Sonderanfertigung
 

Als die Besitzer des Pariser Hôtel de JoBo das erste Mal mit der französisch-amerikanischen Innenarchitektin Bambi Sloan über die Einrichtung ihres neuen Hotels sprachen, schlugen sie vor, sich von Marie-Antoinette inspirieren zu lassen. „Ich hatte aber eine andere Idee“, erzählt Sloan in einem Interview mit Luxury Interiors, „denn ich konnte nicht Versailles in JoBo umsetzen. Ich habe sofort an Joséphine Bonaparte gedacht, die Frau von Napoleon Bonaparte. Die Geschichte dieser Frau ist einfach verrückt. Sie verließ als 16-Jährige die Antillen, nachdem sie den Taugenichts Beauharnais geheiratet hatte.”

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Von Joséphine zu JoBo

In der heutigen Welt mit seinen Hochglanzmagazinen und sozialen Medien wäre Joséphine Bonaparte wahrscheinlich unter dem Namen JoBo bekannt. Sie ist ein Paradebeispiel für französische Eleganz und charmante Frivolität, aber Joséphine Bonaparte ist auch berühmt für ihren geheimen Garten auf Schloss Château de Malmaison. Hier pflanzte sie 240 verschiedene Rosensorten aus aller Welt.

Joséphine Bonapartes Alter Ego, die Fantasie-Figur JoBo, diente bei der Inneneinrichtung des Vier-Sterne-Hotels als Muse. Das Hotel wurde auf den Überresten eines Nonnenklosters aus dem 17. Jahrhundert erbaut, und die Inspiration zieht sich wie ein roter Faden durch die Einrichtung, neu durchdacht und mit einer Prise Humor gewürzt.

Rosen als Leitmotiv

Die Innenarchitektin Bambi Sloan versteht es, die Konturen des Directoire-Stils von Napoleon und Joséphine mit einer Explosion von Rosen, allen erdenklichen Nuancen von Pink, geometrischen Motiven und Intarsien zu verwischen. Von dem Augenblick an, wo der Gast durch die Einfahrt kommt, ist das Ambiente vorgegeben.

Hier steht ein Zelt im Stil Napoleons, das so gestaltet ist, dass es Gedanken an Josephine wecken soll und nicht an die Schlachtfelder ihres Ehemannes. Der Besucher wird von einer Kaskade von Rosen willkommen geheißen, die ursprünglich von Pierre-Joseph Redouté im Rosengarten von Malmaison gemalt worden sind.

Lobby im Hôtel de JoBo in Paris in rot, orange und schwarz Tönen gehalten mit passendem Leopardenteppich

Verschwenderischer Einsatz von Leopardenprint

Alle Teppichböden wurden von Sloan selbst entworfen: Teppichboden mit Leopardenmuster und verstreuten Rosen für die Bar, die Lounges und die Rezeption, ein Bett voller Rosen für die Korridore und Trompe l’œil-Intarsien für die Hotelzimmer. Sloan hat alle freigelegten Balken dekoriert, wie es Joséphine getan hätte. Jahrhundertealte Tapetendrucke aus Museen wurden neu interpretiert. Die Wände, und teilweise auch Decken, wurden mit Rosen, Vögeln und schwarzen Schwänen, die auch den See von Malmaison bewohnten, tapeziert.

Das Design ist vom neoklassischen Directoire-Stil inspiriert, und zwar bis ins kleinste Detail aller Teppichböden. Auch Joséphine Bonapartes Vorliebe für somalischen Leopardenprint wurde miteinbezogen. Schließlich war es Joséphine, der wir den allerersten Teppich mit Leopardenprint zu verdanken haben.

Trotzdem ist das von Bambi Sloan entworfene moderne Alter Ego JoBo die Meisterin der überschäumenden Exzentrik mit einem Hauch von Rock ’n’ Roll, die uneingeschränkt die Herrschaft über das Reich hat.

So können Sie die Inspiration umsetzen:

  • Wenn Sie eine großartige Inspirationsquelle haben, setzen Sie sie bis ins kleinste Detail um.
  • Finden und nutzen Sie historische Referenzen, die der Stimmung des Designs entsprechen, auch wenn das Gebäude selbst vielleicht nicht die dazugehörige Geschichte hat.
  • Interpretieren Sie die gewählte Referenz neu, um einen modernen Ansatz zu schaffen und benutzen Sie dabei humorvolle Elemente.
  • Benutzen Sie  Sonderdesigns bei Teppichböden, um das gesamte Thema verbinden und verschiedene Stimmungen in öffentlichen und privaten Zonen zu schaffen. 
Eingangsbereich im Hôtel de JoBo in Paris mit dunklen Wänden und Leopardenteppich
 
Besondere Designideen im Flurbereich mit farbfrohen Blumenteppich und passender Tapete im Hôtel de JoBo in Paris 
 
Hotelzimmer im Hôtel de JoBo in Paris mit Tapete im Leopardenprint
 
Hotelzimmer im Hôtel de JoBo in Paris
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Mette Frydensbjerg

Geschrieben von Mette Frydensbjerg: Mette Frydensbjerg Jacobsen ist die Kommunikationsexpertin bei ege. Mit Ihrer Expertise fasst sie aktuelle Trends der Branche zusammen und gibt den Zeitgeist wieder.