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Erstellen Sie Ihre Checkliste für die Teppichbodenverlegung

Schlechte Planung und mangelnde Kommunikation können ein schnelles Aus für ein potenziell hochprofitables Teppichbodenprojekt bedeuten. Hier ist eine Liste mit Ideen für Ihre eigene Checkliste in Bezug auf all die Dinge, auf die Sie achten müssen bei der Teppichbodenverlegung.

Schlechte Planung und mangelnde Kommunikation können ein schnelles Aus für ein potenziell hochprofitables Teppichbodenprojekt bedeuten. Hier ist eine Liste mit Ideen für Ihre eigene Checkliste in Bezug auf all die Dinge, auf die Sie achten müssen bei der Teppichbodenverlegung.

Dies ist das erste Kapitel von ”Wie man erfolgreich ein Projekt mit Teppichböden durchführt"

Es ist vielleicht nicht gerade der spannendste Teil Ihres Jobs, aber wir müssen es ansprechen: Sorgfältige Planung!

Die Planungsphase ist bei jeder Teppichbodenverlegung der wohl am meisten unterschätzte Faktor wenn man bedenkt, wie entscheidend sie für das finanzielle Ergebnis ist - sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht.

Um einen soliden Gewinn zu erwirtschaften und Risikofaktoren zu umgehen, sollten Sie sich einige Punkte näher anschauen. Hierzu zählen beispielweise der anfallende Müll, eventuelle Verzögerungen und Probleme wie ein unzulänglicher Zugang zum Verlegeort für schwere Rollen mit Teppichboden.

Um erfolgreich zu sein, müssen Sie unbedingt sorgfältig vorgehen – und zwar bei der Planung ebenso wie bei der Kontrolle aller Details. Sie sollten Ihre eigene Checkliste für jedes Projekt ausarbeiten und ihr genau folgen, da kein Projekt dem anderen gleicht. Wir empfehlen Ihnen, eine generische Vorlage auszuarbeiten, die Sie an Ihre jeweiligen Projekte anpassen können. In diesem Ratgeber finden Sie Ideen, die Sie aufgreifen und so Ihre persönliche Checkliste anpassen können. Hier sind einige Ideen, mit denen Sie beginnen können:

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Informationen sammeln

Bevor überhaupt ein Teppichboden bestellt und zugeschnitten werden kann, müssen erst einmal eine Menge Informationen zusammengetragen werden. Fangen Sie also damit an, Fragen zu stellen bis Sie plausible Antworten haben. Sie sollten zumindest mit Ihrem Kunden und Ihrem Teppichbodenanbieter sprechen. Einige der Fragen, die Ihnen beantwortet werden sollen können beispielsweise sein:

  • Welcher Teppichbodentyp soll verlegt werden? Einfarbig, gemustert, getuftet, Axminster, usw.?
  • In welcher Breite ist der Teppichboden erhältlich?
  • Was ist die empfohlene Verlegemethode?
  • Welcher Teppichrücken ist erforderlich?
  • Welcher Unterboden ist am besten für den Teppichboden geeignet, der verlegt werden soll?
  • Hat das Gebäude Fußbodenheizung?
  • Zu welcher Jahreszeit wird der Teppichboden verlegt? (Die Temperatur hat Einfluss auf die Verlegung)
  • Wird das Verlegedatum voraussichtlich eingehalten oder ist der Zeitrahmen für das Projekt zu optimistisch angesetzt?

Erstellen Sie eine Liste mit Fragen, die so lang und detailliert wie nötig ist und achten Sie darauf, für alle eine Antwort zu notieren. Information ist der SCHLÜSSEL, fragen Sie also lieber zweimal, wenn Sie unsicher sind. Denken Sie daran: Die Zeit, die Sie in die Planung stecken, ist Zeit, die Sie sparen, weil Sie unterwegs keine Fehler verbessern müssen.

  • Bei der Verlegung von Bahnenware sollten Sie außerdem folgende Punkte untersuchen:
  • Die Position der Nähte
  • Die Florrichtung
  • Welche Breite des Teppichbodens ist am besten geeignet, um überflüssigen Verschnitt zu vermeiden
  • Die Logistik vor Ort (kann der Teppichboden direkt an Ort und Stelle geliefert werden oder gibt es Probleme mit dem Zugang)

Akklimatisierung

Fragen Sie Ihren Teppichbodenanbieter, wie lange der Teppichboden vor Ort flach ausgelegt werden muss, bevor er verlegt werden kann. Machen Sie den Bauleiter darauf aufmerksam, dass dieser Zeitraum eingehalten werden muss. In der kalten Jahreszeit muss eventuell auch sichergestellt werden, dass Heizung vorhanden ist und angeschaltet wird, damit Falten im Teppich sich glatt ziehen und der Teppichboden bei der Verlegung ordentlich in Position gezogen werden kann.

Abhängig vom verwendeten Klebstoff müssen die Räumlichkeiten nach der Verlegung zwischen 24 und 48 Stunden leer stehen und gelüftet werden. Achten Sie darauf, dass Sie die empfohlene Lüftungszeit kennen und informieren Sie den verantwortlichen Leiter für das Gesamtprojekt von dieser Zeitspanne.

Überprüfung der Lieferung

Wenn der Teppich erst einmal geliefert ist, lohnt es sich, einer vollständigen Checkliste zu folgen. So können Sie sicherstellen, dass alles in Ordnung ist und keine Fehler gemacht wurden. Die Checkliste sollte folgende Punkte enthalten:

  • Die Farbpartien des Teppichbodens sind die gleichen und passen zueinander. Die gleichen Farbpartien müssen für die Verwendung in bestimmten Bereichen/Räumen zusammengehalten werden. Wo Nähte notwendig sind, müssen die beiden Teppichbodenstücke aus der gleichen Farbpartie stammen, am besten von der gleichen Rolle, egal ob der Teppich einfarbig oder gemustert ist.
  • Überprüfen Sie, dass Muster übereinstimmen, wenn der Teppichboden vor Ort ausgelegt wird.
  • Überprüfen Sie die Kennzeichnung auf jeder Rolle Bahnenware und jeder Kiste mit Teppichfliesen um sicherzustellen, dass die Bestellung korrekt geliefert wurde, vollständig ist und dass keine Fehler unterlaufen sind. Wenn Sie Zweifel haben, dass der Teppichboden für den vorgesehenen Zweck geeignet ist, sollten Sie es jetzt offen sagen..
  • Kontrollieren Sie auch, dass die Unterlage oder der Teppichrücken aus dem korrekten Material besteht, das ausgesucht und bestellt wurde.

Es herrscht der weit verbreitete Irrtum, dass die endgültige Höhe von Bahnenware die Stärke der Unterlage plus die Stärke des Teppichbodens ist. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn keine Nagelleisten benutzt werden.

Prüfen Sie, ob Sie die richtigen Nagelleisten für den Auftrag haben

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Nagelleisten mit unterschiedlicher Höhe und unterschiedlichen Befestigungen für die verschiedenen Unterböden. Ein guter Tipp ist, den Teppichbodenlieferanten bereits vor der Verlegung um Muster zu bitten, damit Sie testen können, ob Sie die passenden Nagelleisten benutzen.

Im Allgemeinen:

  • Benutzen Sie Nagelleisten mit kurzen Nägeln für dünnere Teppichböden wie beispielsweise Flachgewebtes.
  • Benutzen Sie Standard-Nagelleisten für die meisten getufteten und gewebten Teppichböden
  • Benutzen Sie Nagelleisten mit langen Nägeln für schwere Teppichböden mit verstärktem Rücken und dickerer Unterlage
  • Eine Kombination aus Nagelleiste und Microplast®-Klettband eignet sich gut für die Verlegung von flachgewebten Teppichböden auf Treppen.

Wenn möglich, sollten Sie immer Nagelleisten benutzen, auch bei „Double Stick“ Verlegungen. Das Endergebnis macht so einen passgenauen Eindruck.

Überprüfen Sie angrenzende Bodenbeläge/Oberflächen

Wenn Sie ein falsches Übergangsprofil verwenden, dort wo der Teppichboden an andere Bodenbeläge grenzt, kann dies erhebliche Probleme verursachen. Wenn Sie wissen, mit welchen Bodenbelägen die angrenzenden Bereiche ausgestattet sind, können Sie das passende Übergangsprofil für die Verlegung wählen.

Sichern Sie ein makelloses Finish bei der Teppichbodenverlegung

Bei der Finalisierung der Verlegung von Bahnenware ist ein wichtiger Faktor zu beachten: die endgültige Höhe eines traditionell verlegten Teppichbodens aus Bahnenware sollte die totale Stärke des Teppichbodens plus die Stärke der Nagelleisten sein. Es herrscht der weit verbreitete Irrtum, dass die endgültige Höhe von Bahnenware die Stärke der Unterlage plus die Stärke des Teppichbodens ist. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn keine Nagelleisten benutzt werden.

In den folgenden Kapiteln erfahren Sie mehr darüber, wie man bei einer Verlegung den Zeitrahmen und das Budget einhält. Denn wem ist dies nicht wichtig?

Haben Sie Interesse an einem Gespräch mit ege über Ihr nächstes Teppichprojekt? Sprechen Sie uns hier an.

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Mette Frydensbjerg

Geschrieben von Mette Frydensbjerg: Mette Frydensbjerg Jacobsen ist die Kommunikationsexpertin bei ege. Mit Ihrer Expertise fasst sie aktuelle Trends der Branche zusammen und gibt den Zeitgeist wieder.