Wie Sie den Zeitrahmen und Budget beim Teppichboden verlegen einhalten

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Hier sind einige unverzichtbare Tipps, wie Sie entspannt und erfolgreich das Projekt zu Ende führen können und es gleichzeitig profitabel bleibt.

Dies ist das zweite Kapitel von ”Wie man erfolgreich ein Projekt mit Teppichböden durchführt"

Die Verlegung von Teppichboden ist meist eine der letzten Arbeiten, die bei einem Bauprojekt durchgeführt werden. Daher ist vorher reichlich Zeit, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen oder eben auch nicht. Hier kann man von einem Domino-Effekt sprechen, da eine Verspätung bei einem Schritt die nächsten Schritte ebenfalls verzögert.

Leider kommt dies nur allzu häufig vor. Sie kommen am Tag, an dem der Teppichboden geliefert wird, zum Bauprojekt und sind mit Ihrem Team klar für den Einsatz. Dort stellen Sie fest, dass der Teppichboden zwar geliefert, aber der Unterboden noch nicht fertiggestellt wurde. Außerdem wimmelt es überall noch von Malern, Elektrikern und anderen Handwerkern. Oder Sie finden heraus, dass die Pläne, die Sie erhalten haben, nicht wie abgesprochen den endgültigen Plänen entsprechen und zusätzliche Wände gezogen oder Türen eingebaut wurden. Oder das Schlimmste tritt ein und Ihnen wurde nicht gesagt, dass es logistische Probleme gibt und die Teppichböden nicht in den Lastenaufzug passen. Sie müssen die Umkosten aus eigener Tasche zahlen und einen neuen Zeitplan erstellen.

Und das ist nur der Endpunkt eines Auftrags. Sie haben vielleicht zwischen drei Monaten und drei Jahren mit einem Mitarbeiter Ihres Teppichbodenanbieters zusammengearbeitet, bevor alle technischen Details und Kostenberechnungen fertiggestellt waren und der Teppichboden bestellt wurde. Und wenn Sie, wie bei vielen Bodenlegern üblich, die Kosten für den Teppichboden tragen, können Ihre finanzielle Belastung und das Risiko enorm sein.

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Kommunikation ist das Schlüsselwort beim Teppichboden verlegen

Der Eigentümer einer erfolgreichen Firma, die auf die Verlegung von Teppichbodenbelägen spezialisiert ist, rät folgendes: „Es ist sehr wichtig, einen guten Draht zum Kunden, dem Architekten und Ihrem Teppichbodenanbieter zu haben und viel mit Ihnen zu kommunizieren. Und man braucht an der Basis die richtigen Leute, auf die man sich verlassen kann.“

Auch hier kann eine Checkliste für jedes Projekt eine Menge Komplikationen vermeiden und Ihre Gewinnspanne sichern.

  • Überprüfen Sie, dass der Architekt bei den Maßen für den Teppichboden genügend Spielraum für Verschnitt einkalkuliert hat. 
  • Oft ist dies nämlich nicht der Fall. Ihr Teppichbodenanbieter sollte Ihnen dabei helfen, die Maße zu überprüfen und genau zu kalkulieren. Sollte sich zeigen, dass die Planung des Architekten völlig unbrauchbar ist, sollten Sie und Ihr Teppichanbieter sich mit ihm oder ihr in Verbindung setzen und gemeinsam nach potentiellen Lösungen suchen. Andere Probleme in Bezug auf die technischen Details, die zu einer Explosion der Kosten führen könnten, sollten ebenfalls so früh wie möglich geklärt werden.
  • Vereinbaren Sie, dass eine Kontaktperson bei Ihrem Teppichbodenanbieter Sie regelmäßig über Veränderungen in der Planung und den damit verbundenen Änderungen der Kosten auf dem Laufenden hält.
  • Sorgen Sie bereits vor der Verlegung für eine gute Kommunikation mit dem Bauprojektleiter, damit Sie darüber informiert sind, wie realistisch der Zeitrahmen ist und Sie das Voranschreiten des Projektes verfolgen können. Wird die Verlegung unter Zeitdruck ausgeführt, könnten Fehler die Folge sein, was Ihnen später Unkosten verursachen kann. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten, sondern warten Sie, bis vor Ort alles völlig klar für die Verlegung der Teppichböden ist.
  • Bereits einige Tage vor dem Lieferdatum sollten Sie überprüfen, dass Sie topaktuelle Verlegepläne haben, alle logistischen Fragen geklärt sind, das die Räumlichkeiten leer stehen und für die Verlegung bereit sind.
  • Überprüfen Sie außerdem beim Bauunternehmer, der für die Unterböden zuständig ist, dass diese fertiggestellt sind und es keine Probleme mit Feuchtigkeit gibt, die zu einer Minderung führen könnten.
  • In den kälteren Monaten sollten Sie außerdem mit dem Bauprojektleiter absprechen, dass Heizung vorhanden und eingeschaltet ist. Jede Fußbodenheizung muss jedoch abgeschaltet werden und abkühlen, und sie sollte noch mindestens zwei Tage nach der Verlegung des Teppichbodens abgeschaltet bleiben.

Es ist sehr wichtig, einen guten Draht zum Kunden, dem Architekten und Ihrem Teppichanbieter zu haben, und an der Basis die richtigen Leute, auf die man sich verlassen kann.

Worauf es ankommt, während der Teppichboden verlegt wird

Hier sind einige weitere Tipps, die Ihnen dabei helfen, immer Arbeit von allerhöchster Qualität zu bieten.

  • Der Teppichboden sollte verlegt werden, wenn das Innenklima der Empfehlung für den Klebstoff entspricht. Die Raumtemperatur und die Temperatur des Unterbodens sollte zwischen 17 und 25 Grad betragen; die relative Luftfeuchtigkeit 35 bis 75 %.
  • Der Unterboden muss eben, stabil und fest sein und darf keine Risse oder Kanten aufweisen. Das ist besonders wichtig, wenn gewebte Produkte und Teppichböden mit kurzem, gleichmäßigem Flor verlegt werden, da ansonsten die Struktur des Unterbodens deutlich auf der Oberfläche des Teppichbodens sichtbar wird.
  • Der Teppichboden und der Unterboden sollten während der Verlegung und zwei Tage danach soweit wie möglich vor direktem Sonnenlicht geschützt werden.
  • Sowohl der Teppichboden als auch alle anderen Materialien sollten mindesten 24 Stunden vor der Verlegung an Ort und Stelle sein, damit sich der Teppichboden und der Klebstoff akklimatisieren können. Legen Sie den Teppichboden flach aus.
  • Inspizieren Sie vor dem Schneiden alle Teppichböden gründlich und melden Sie alle gefundenen Mängel umgehend Ihrem Teppichbodenanbieter.

Es erscheint vielleicht etwas umständlich, die Zeit und Mühe zu investieren um alles zu kontrollieren, aber letzlich wird es Ihnen jedoch eine Menge Ärger und Zeit spare. Außerdem wird es verhindern, dass Teile der Arbeit oder sogar die gesamte Arbeit neu gemacht werden müssen. So verlieren Sie kein Geld und können direkt mit dem nächsten profitablen Projekt weitermachen. Wenn Ihr Unternehmen einer Größe entspricht, die es Ihnen unmöglich macht, alle Details persönlich zu überprüfen, ist es vielleicht an der Zeit, Ihren eigenen Projektmanager anzustellen.

Im folgenden Kapitel beschäftigen wir uns damit, wie man den Preis eines Teppichboden-Projektes richtig einschätzt und mit den Faktoren, die den Preis beeinflussen.

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